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Treffen

Hallo liebe Bienenfreunde,

wer zu unseren monatlichen Treffen kommen möchte, die jeden dritten Freitag im Monat um 18.30 Uhr in der Gaststätte “Kleine Schweiz” Wimmersberger Str. 125, 42553 Velbert stattfinden, ist herzlich willkommen.  Achtung Adresse gültig ab Januar 2017!!!!!

Warum Bienen wirklich sterben!

Warum die Bienen wirklich sterben

Von Udo Pollmer

Eine Honigwabe mit Arbeitsbienen (picture-alliance/ ZB)Eine Honigwabe mit Arbeitsbienen. (picture-alliance/ ZB)

Seit Jahren beobachten Forscher den weltweiten Rückgang der Bienenpopulation mit Sorge. Oftmals werden Pestizide für das Sterben verantwortlich gemacht. Falsch, meint Udo Pollmer. Schuld seien die Imker selbst.

Weltweit sterben die Bienen. Bald täglich erreichen uns Meldungen, Pestizide würden der allseits beliebten Biene Maja ein schmähliches Ende bereiten. Seltsam nur, früher haben die Bauern regelmäßig Insektengifte versprüht, für die Bienen hat sich niemand interessiert.

Die Prüfung der Pflanzenschutzmittel auf Bienengefährlichkeit vor der Zulassung ist eine Errungenschaft neueren Datums. Zudem arbeiten Landwirt und Imker längst zusammen. Um die Bestäubung der Kulturen zu sichern, sprechen sie die Mittel und den Zeitpunkt der Ausbringung ab. Doch seit auf die Bienen Rücksicht genommen wird, jagt ein Bienensterben das nächste. Was ist da los?

Es stimmt, heute sind mehr Bienenverluste zu beklagen als früher. Doch die wichtigste Ursache wird gar nicht erst erwähnt: Es ist die Überzüchtung. Obwohl sich zum Imkern mehrere Bienenarten eignen, kommt weltweit praktisch nur noch eine Art zum Zuge.

Dieser Hochleistungs-Imme musste auch unsere Nordbiene weichen. Diese war robust, kam mit schlechtem Wetter ebenso klar wie mit mieser Tracht, also einem unbefriedigenden Angebot an Nektar und Pollen.

Nordbienen waren nur mäßige Honigsammler

Zum Leidwesen der Imker waren diese Tierchen stechlustig aber nur mäßige Honigsammler. Deshalb begannen unsere Bienenväter um 1950 die heimischen Nordbienen auszurotten. So wollten sie verhindern, dass sich deren Drohnen an die reinrassigen Hochleistungs-Königinnen ranwanzen und die ehrgeizigen Zuchtziele gefährden.

Abgelöst wurde die Nordbiene von der Kärntner Biene, die vom Donaubecken bis zum Balkan heimisch ist. Dank intensiver züchterischer Bearbeitung ist es heute das ideale Nutzvieh: bienenfleißig, mit gutem Orientierungssinn, sie sitzt ruhig auf der Wabe, sticht nicht, schwärmt nur selten, ist im Winter billig im Unterhalt und entwickelt sich im Frühjahr schnell.

Ein Biene aus Stoff mit Gasmaske ist während einer Demonstration in Berlin hinter einer Autoscheibe zu sehen. (dpa / picture alliance / Paul Zinken)Ein Biene aus Stoff mit Gasmaske ist während einer Demonstration in Berlin hinter einer Autoscheibe zu sehen. (dpa / picture alliance / Paul Zinken)

Die Imker haben ihre Kärntner Hochleistungsbiene gedankenlos in ferne Ökosysteme verpflanzt, und damit begann das Elend. Denn Nektar und Pollen haben je nach Tracht ganz unterschiedlichen Nährwert. Manche sind sogar giftig. Natürlich meiden die Bienen, wenn möglich, giftige Trachten. Aber wenn sie in riesigen Monokulturen ausschwärmen sollen, haben sie keine Wahl.

Nicht zufällig sind die größten Völkerverluste bei der kalifornischen Mandelblüte zu beklagen. Der Baum liefert blausäurehaltiges Amygdalin, und das ist für Bienen ziemlich giftig. Gehen davon die Bienenvölker ein, verdächtigen alle reflexartig die Pestizide.

Danach sucht kein Labor

Gewöhnlich übernimmt die Darmflora der Biene das Entgiften pflanzlicher Abwehrstoffe. Aber es reicht halt nicht immer. Vor allem dann, wenn sie durch Antibiotika wie Tylosin geschädigt ist oder durch Streptomycin, mit dem Obstbäume behandelt werden. Danach sucht kein Labor.

Stattdessen werden Pestizide analysiert und wenn man so gut wie nichts findet, erklären Umweltschützer, daran könne man sehen, wie riskant bereits Ultraspuren seien.

Dummerweise hat die Kärntner Biene eine Engelsgeduld. Sanfte Immen sind nicht nur zu den Menschen lieb, sondern auch zur Varroamilbe. Diesen Parasiten haben die Bienenzüchter vor einigen Jahrzehnten aus Asien eingeschleppt.

Der dort heimischen Honigbiene wird der Parasit nicht gefährlich, sie bekämpft Milben im Stock konsequent. Ihre Völker sind gesünder, aber sie liefern zu wenig Honig.

Neue Bienen braucht das Land

Die Varroa ist nicht nur eine Blutsaugerin, sie verbreitet auch Krankheiten. Vor den Zeiten der Milbe kam das Immunsystem der Kärntner Biene mit den meisten Erregern zurecht. Aber seit einige Viren herausgefunden haben, dass sich die Milbe gewissermaßen als Injektionsnadel eignet, hat sich das Blatt gewendet.

Die Erreger gelangen inzwischen durch den Stich der Milbe in die Blutbahn der Biene. Die neuen Viren wie das DWV bewirken genau das, was man den Pestiziden unterstellt: Die Bienen verlieren ihre Orientierung, verirren sich in fremde Stöcke und tragen so die Krankheit weiter.

Wir brauchen eine Kehrtwende in der Züchtung, wir brauchen Bienen, die an das jeweilige Ökosystem angepasst sind, auch wenn die Stechlust steigt und die Honigernte sinkt. Mahlzeit!

Literatur

London-Shafir I et al: Amygdalin in almond nectar and pollen – facts and possible roles. Plant Systematics and Evolution 2003; 238: 87-95

Ayestaran A et al: Toxic but drank: gustatory aversive compounds induce post-ingestional malaise in harnessed honeybees. PloS One 2010; 5: e15000

Hurst V et al: Toxins induce ‘malaise’ behaviour in the honeybee (Apis mellifera). Journal of Comparative Physiology A 2014; 200: 881–890

Maurizio A: Über ein Massensterben von Bienen, verursacht durch Pollen von Ranunculus puberulus Koch. Verhandlungen der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft 1941; 149-150

Pfuhl A, Pollmer U: Natürliche Gifte in Pollen und Nektar. EU.L.E.nspiegel 2014; H.1-2: 21-27

Stafford CA et al: Infection with a plant virus modifies vector feeding behavior. PNAS 2011; 108: 9350-9255

Pfuhl A: Die Globalisierung der Krankheiten. Natürliche Gifte in Pollen und Nektar. EU.L.E.nspiegel 2014; H.1-2: 28-34

Oliver R: Sick Bees – Part 18F2-Colony collapse revisited – plant allelochemicals. American Bee Journal 2013; 153: 179-186

Shah KS et al: Localization of deformed wing virus (DMV) in the brains oft he honeybee Apid mellifera Linaeus. Virology Journal 2009; 6: e182

Bowen-Walker PL et al: The transmission of deformed wing virus between honeybees (Apis melllifera L) by the ectoparastic mite Varroa jacobsoni Oud. Journal of Invertebrate Pathology 1999; 73: 101-106

Comman RS et al: Pathogen webs in collapsing honey bee colonies. PLoS One 2012; 7: e43562


Mehr zum Thema

Bedrohte Bienen-Welt – Wenn das Summen verstummt [http://www.deutschlandradiokultur.de/bedrohte-bienen-welt-wenn-das-summen-verstummt.976.de.html?dram:article_id=335034]
(Deutschlandradio Kultur, Zeitfragen, 25.08.2016)

Bienensterben – Bienen als Umweltdetektive [http://www.deutschlandradiokultur.de/bienensterben-bienen-als-umweltdetektive.976.de.html?dram:article_id=330735]
(Deutschlandradio Kultur, Zeitfragen, 10.09.2015)

Fütterungszeit beginnt

Es ist so weit. Ab dem 10. August beginnt die Zeit zur Wintereinfütterung. Vorraussetzung ist natürlich das Ihr gegebenenfalls bereits den Honig geerntet habt.

Um den 10. September sollte die Fütterung abgeschlossen sein.

Bienentee

Bienenteemischung für die Herbstauffütterung und gleichzeitige Varroa-Dezimierung

4 Teile Thymian
2 Teile Johanniskraut
2 Teile Kamille
2 Teile Pfefferminze
2 Teile Wermut

Alle Zutaten werden gemischt und davon 3-4
gehäufte Teelöffel mit einem Liter siedenden Wasser zehn Minuten ziehen gelassen.

Nach dem Abseihen wird der Tee zu 10 Litern  Zuckersirup (1:1) gegeben und verfüttert.

Das so hergestellte Futter soll stimulierend auf die Bienen wirken und zu einen starken Varroafall führen.

Die Zutaten kam man sich auch in der Apotheke mischen lassen – obwohl alles auch im Garten wächst.

Trachtpflanzen im Hochsommer

Hier einige Pflanzen in meinen Garten,  die von meinen Bienen zum Teil sehr stark angeflogen werden (22. Juli).

Ich kann aber nicht sagen, ob die Pflanzen alle nennenswert Tracht liefern.

Wasserdost. Beliebt bei Bienen, Hummeln und Schwebfliegen. Aber nur mäßiger Nektar- und Pollenlieferant
Schmalblättriges Weidenröschen (reiches Nektarangebot, mäßiges Pollenangebot)
Sommerflieder (Flowerpower). Beliebt aber vor allem bei Schmetterlingen und Hummeln.
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Kugeldistel. Zur Zeit der unangefochtene Bienenliebling.
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unbekannter Massenblüher. Sehr hohe Anziehungskraft auf Bienen.
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unbekannt und unscheinbar – aber die Bienen stehen drauf.
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Eibisch. Verspricht viel Pollen, aber die Hummeln sind begeisterter vom Eibisch als die Bienen.
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Thymian
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Echinacea
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Storchschnabel
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Herbstanemone. Viele Blüten, die von den Bienen sehr geschätzt werden.

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unbekannter Bodendecker. Sehr beliebt bei Bienen und Hummeln.
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Stockrose. Eher von den Hummeln geliebt.
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Majoran/Dost. Beindruckende Anziehungskraft auf Bienen.
Scheinbar eine weitere Art Dost mit deutlichem Minz-Aroma und sehr auffällig angeordneten Blüten and den Quirlen. Könnte auch Quirl-Minze sein. Höchstattraktiv für die Bienen.
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Lavendel
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Rosa Nachtkerze
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unbekannt
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unbekannt
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Helianthus

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unbekannt. Unscheinbar, aber ein Hit bei den Bienen.

 

 

was ist im Juli zu erledigen?

Es ist Juli,

die Tage werden kürzer und die Völker wieder kleiner. Jetzt ist es wichtig den Varroen-Befall zu prüfen.

Dieser sollte derzeit bei nicht mehr als 0,5  Milben/Tag liegen. Die Honigernte sollte bis spätstens Anfang August abgeschlossen sein, damit noch genug Zeit für die Varroen-Bekämpfung bleibt. Zu empfehlen  ist eine Ameïsensäurebehandlung durchzuführen, diese sollte mit dem Nassenheider Verdunster erfolgen und ca. 12-14Tage dauern. Der Nassenheider hat den Vorteil recht gut dosierbar zu sein und ist an verschiedene Temperaturen anpassbar .  Thymol ist im wahrsten Sinne Geschmackssache, für mich stinkt es zu sehr, zu lange und kann sich im Holz der Beute anreichern und so wieder in den Honig gelangen, was absolut nicht gewünscht und sogar verboten ist, Honig darf nichts zugesetzt werden.

LG Dirk

 

Sommersonnenwende/Hochsommer

Ab heute werden die Tage wieder kürzer. Das merken die Bienen und die Völker beginnen sich wieder zu verkleinern.

Der Hochsommer ist die Zeit für die erste Varroabehandlung. Dies kann auch in Form der vollständigen Brutentnahme erfolgen.

Im Hochsommer ist Tracht von Linden und Kartoffeln zu erwarten.

Die Sommersonnenwende ist gleichbedeutend mit dem kalendarischen Sommeranfang.

Jetzt wird es trotz abnehmender Tageslänge noch eine Weile wärmer, da das Klima nur sehr träge auf die abnehmende Sonneneinstrahlung reagiert.

Frühsommer

Mitte Mai bis Mitte Juni

Der Frühsommer ist Schwarmzeit. Wer kein Schwärme fangen will oder kann sollte schwarmverhindernde Maßnahmen treffen. Die Bienen finden nur noch wenig Tracht von Holunder, Mohn und Akazie (eigentlich Robinie!).

Das Brutnest erreicht jetzt seine maximale Größe. Eine günstige Situation um Ableger zu bilden (je nach Lesart nicht wesensgemäß).

Die Frühtracht ist bald abgeschlossen.

Vollfrühling

Mitte April bis Anfang Mai

In dieser Zeit geht die Durchlenzung zu Ende. Die Brut kommt langsam in Fahrt und die ersten Schwärme können abgehen.

Der Beginn des Vollfrühlings ist an der Flieder- und Apfelblüte erkennbar. Später kommen die Himbeeren dazu. Die Blüte der Eberesche weißt auf den baldigen Beginn des Frühsommers hin.

2015 sind Bienenvölker im Raps fast verhungert

In vergangenen Jahr haben etliche Imker feststellen müssen, dass ihre Völker, die sie in die Rapsfelder gestellt haben, dort keinerlei Nektar gesammelt haben.

Teilweise wurde ihnen von den Bauern mitgeteilt, dass diese ein neues Saatgut verwendet haben. Diese Entwicklung betrachte ich als ausgesprochen beunruhigend, zumal eine identische Entwicklung bereits beim Saatgut für Sonnenblumen stattgefunden hat.

Wintersonnenwende

Ab heute werden die Tage wieder länger. Das merken die Bienen und beginnen ganz gemächlich das neue Bienenenjahr: Insbesondere beginnt die Königin wieder langsam mit der Eiablage – das Volk beginnt mit der Brutsaison. Erst sind es nur einzelne Larven aber von Woche zu Woche wird das Brutnest erweitert.

Die Wintersonnenwende ist gleichbedeutend mit dem kalendarischen Winteranfang.

Jetzt wird es trotz länger werdender Tage erst richtig kalt, da das Klima nur sehr träge auf die zunehmende Sonneneinstrahlung reagiert.

Bienen in der Dunkelheit

Ich habe heute etwas interessantes gelernt: Ich nahm immer an, dass es ideal sein müsste, abends im Dunklen an die Beuten zu gehen, da es im Stock ja auch dunkel ist.

Offenbar ist es aber genau umgekehrt. Die Bienen werden dann richtig wild,  wenn man die Beuten öffnet. Dazu ist es nicht nötig, dass man eine Lampe auf die Bienen richtet.

Anscheinend ist es so, dass die Helligkeit des Tages die Bienen in ihrer Behausung irgendwie einschüchtert, denn die Dunkelheit der Nacht können die Bienen ja nichts als Veränderung wahrnehmen.

😇

Oft hab’ ich gestaunt, wie du ohne Tadel Aus deiner Wohnhöhle kommst geflogen.

Schwebst scheinbar mühelos voller Adel

Vom Berg in das Tal, vom Fluss zu den Wogen.

“Thomas Simbert, The Wild Earth-Bee, 1851.

Bienenwinter

Entgegen dem kalendarischen Winter beginnt jetzt der Winter für die Bienen und mit diesem geht das Bienenjahr zu Ende. Ist es nicht zu warm, so ist die Königin nicht mehr in Eilage.

Sobald keine Bienen mehr schlüpfen, liegt der unbedenkliche natürliche Varroenfall derzeit bei 1 Milbe pro Tag. Bei einem Umrechnungsfaktor von 120 entspricht dies 120 lebenden Milben im Stock. 

Werte von 5-10 Milben pro Tag sind nicht ungewöhnlich – machen aber die Durchführung der Winterbehandlung nötig. 50 Milben pro Tag machen eine Notbehandlung nötig. 

Oxalsäurebehandlung

Endlich ist es so weit, der aktuelle Frost wird hoffentlich alle Völker aus der Brut bringen. Ab 13. Dezember könnte es so weit sein.

Heiße Bienen

Einzelne Bienen können sich auf bis zu 48 ℃ aufheizen. Bei der Temperatur wären Menschen natürlich längst tot.

Nicht schlecht für eigentlich wechselwarme Tiere…

Varroavermehrung

Im brütenden Volk verdoppelt sich die Zahl der Varroamilben jeden Monat. Das ist auch der Grund dafür, dass eine möglichst frühe Verringerung der Milbenzahl am effizientesten gegen die Milbe wirkt.

Raukenblättriges Greiskraut

Das Wetter ist fast sommerlich und so tragen die Bienen momentan noch vielfach dicke gelbe Pollenpakete in den Stock. Zur Pollentracht im Oktober gehört unter anderem das Raukenblättrige Greiskraut mit seinen gelben Blüten und Pollen. Man sieht es zur Zeit u.a. großflächig entlang der Autobahnen. Das Nektar- und Pollenangebot des Raukenblättrigen Greiskrauts ist aber nur mäßig.

Ein Blick auf die Stockwaagen von TrachtNet zeigte übrigens auch, dass die Bienen selbst heute nicht ihre Vorräte auffüllen konnten.

Da ich heute die Futterkranzprobe machen ließ, nutze ich die Gelegenheit auch um auf etwaige Brutfreiheit zu testen. Erwartungsgemäß waren aber alle meine Völker noch in Brut – teilweise auch verdeckelt.

Bitte daran denken: Jetzt ist es zwar noch mal angenehm warm mit Temperaturen bis zu 18°C, aber sobald es nachts wieder frostig wird, ist die Gefahr, dass Mäuse in die Beuten einziehen zu hoch, als dass man sie ignorieren könnte.
Ein Volk mit hungrigem Untermieter wird den Winter ziemlich sicher nicht überleben.

– Guido

Pollenmilben

Da meine Bienen wahrscheinlich zu nah am Boden stehen (nur 5 cm Abstand), habe ich eine ziemlich starke Besiedelung mit Pollenmilben in meinen Beuten entdeckt. Durch die Bodennähe ist es wohl zu feucht in den Beuten. Das muss ich schleunigst ändern.

Pollenmilben sind keine schlimmen Schädlinge, aber bei massenhaftem Auftreten, können sie im Winter die Pollenvorräte in ein wertloses gelbes Pulver verwandeln, was dann leicht erkennbar aus den Waben rieselt.

Die Pollenmilben kann man nicht mit den Varroamilben verwechseln, da sie wirklich ganz anders aussehen. Ich würde das Aussehen noch am ehesten mit etwas kleineren grünen Blattläusen (ohne Flügel) vergleichen. Pollenmilben sind aber farblos. Man muss schon sehr genau hinsehen, um sie überhaupt zu entdecken.

Lektüre Bienenkiste

Lektüre für Bienenkistenimker: http://www.bienenkiste.de/media/buch/index.html

Ab Mitte Oktober 2015 erscheint ein weiteres Buch mit Schwerpunkt auf die wesensgemäße Bienenhaltung.

Viel Spaß beim Lesen

Gruß Kathrin

Restentmilbung

Abgesehen von einigen wenigen Völkern, die jetzt im Spätherbst das Brüten einstellen, hören die meisten Königinnen erst bei Einsetzen einer Kaltwetterperiode mit frostigen Nächten mit der Eiablage auf.

Drei Wochen später herrscht in der Regel Brutfreiheit. Die Restentmilbung mit Oxalsäure kann dann an einem Tag mit +5 ℃ oder leicht darüber erfolgen.

Bitte schreibt in die Kommentare, wenn Ihr die OS-Behandlung macht.

“Arbeitstier” Biene!

Bei einem Sammelflug kann die Biene in ihrer Honigblase etwa 50 bis 60 mg (0,06g) Nektar (etwa die Hälfte ihres Körpergewichts) transportieren. Die Nektarausbeute von 100 Blüten ergibt später ca. 20 mg Honig. Für ein Kilogramm Honig sind drei bis fünf Millionen Blütenbesuche erforderlich.

Dies entspricht etwa 60 000 Ausflügen und einer Wegstrecke, die sechsmal  die Erde umspannt. Ca. 3 kg Nektar ergeben 1kg Honig.

Um diese  Menge Honig in der Wabe zu speichern, verbauen die Bienen nur etwa 20g Wachs. Für eine Fläche von 10 cm x 10 cm Naturwabe sind dies etwa 10 g. Der Jahresertrag eines Bienenvolkes beträgt im Durchschnitt ca. 20 – 25 kg Honig, kann aber bei intensiver Anwanderung von Trachten erheblich höher liegen.

Gruß D.H.

Interessante Einsichten bei HOBOS an der Universität Würzburg

http://www.juergvollmer.ch/post/126512360554/juergen-tautz-interview-smart-hobos

Es geht auch um die Bienenkugel.

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